Tengshausen
Gehöftwurt und abgegangene spätmittelalterliche Burg in der Gemeinde Wangerland im niedersächsischen Landkreis Friesland
Tengshausen ist ein abgegangenes spätmittelalterliches Burggelände des Ministerialengeschlechts Duren in der Gemeinde Wangerland, niedersächsischer Landkreis Friesland. Der Burgplatz liegt auf einer Warft, die auf eine größere Anlage aus dem 15. Jahrhundert zurückgeht. Die Burg war der Stammsitz der Familie Duren und wurde 1460 erworben. Um 1800 gab es noch Reste der Anlage, und 2025 fanden archäologische Untersuchungen statt. Die Burg war zentral für die Familie Duren, die 1460 in die Region eintrat. Garlich Duren übernahm nach dem Tod seines Vaters die Regierung über Jever und baute die Burg weiter. Er errichtete ein Torhaus aus Material der abgebrochenen Kirche in Minsen und zog einen Wassergraben um den Burgsitz. 1530 wurde das Steinhaus abgebrochen, nachdem Garlich sich der Herrscherin Maria von Jever widersetzte. Das heutige Hofgebäude entstand um 1816 auf der gleichen Warft. Auf dem Burggelände wurden 2025 archäologische Grabungen durchgeführt. Dabei wurden Überreste der Burganlage, zwei Burggräben, Fundamente, Mauerreste, ein verfüllter Brunnen, Keramik aus dem Wesergebiet und dem Rheinland sowie Steinmunition entdeckt. Die Funde deuten auf kriegerische Auseinandersetzungen und Handelsbeziehungen mit den Niederlanden hin. Ein besonders faszinierender Fund war ein Messergriff mit Darstellung eines Mannes, der im 16. Jahrhundert von wohlhabenden Männern getragen wurde.
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- Art
- Burg
- Ort
- Wangerland
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