Johanniterkommende Steinfurt
Kloster in Deutschland
Die Johanniterkommende in Steinfurt wurde im 12. Jahrhundert gegründet und war die führende Niederlassung des Johanniterordens in Westfalen und Friesland. Sie lag ursprünglich in der Nähe der Burg Steinfurt und wurde von den Edelherren von Steinfurt unterstützt. Die Kommende war zentral für die Ausbreitung des Ordens und hatte Verbindungen zu Niederlassungen in Friesland. Bis 1545 zählte sie etwa 15 Mitglieder, darunter Ritterbrüder und Priesterbrüder, die auch in der Stadt als Pfarrer tätig waren. Die Kommende verlor nach der Reformation ihre kirchlichen Rechte und wurde 1564 von Graf Arnold III. enteignet. Die Mitglieder des Ordens verlor zunehmend Einfluss, und die Kommende wurde 1811 offiziell säkularisiert. In dieser Zeit lebten viele Komture in Münster, und der Besitz in Steinfurt diente der Versorgung der Ordensangehörigen. Die Kommende blieb bis 1811 bestehen, bis sie schließlich aufgelöst wurde. Die Kommende war umgeben von einer Mauer und umfasste mehrere Gebäude, darunter das ehemalige Wohnhaus des Komturs aus dem 13. Jahrhundert. Nach der Reformation wurden weitere Bauten errichtet, darunter ein Torhaus aus dem 16. Jahrhundert und eine Kapelle aus dem Jahr 1687. Die Gebäude dienten sowohl als Wohnraum als auch als Verwaltungszentrum. Die Kommende blieb bis in die Neuzeit ein bedeutendes Zentrum des Johanniterordens.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Steinfurt
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
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