Templerkommende Braunschweig
Kloster in Deutschland
Der Tempelhof in Braunschweig war ein Zentrum des Templerordens im 13. Jahrhundert und lag im Stadtteil Hagen am Bohlweg, heute vor dem Braunschweiger Schloss. Das Areal erstreckte sich bis an einen Seitenkanal des Oker und grenzte an den Deutschordenshof. Die Niederlassung wurde vermutlich von Heinrich dem Löwen gegründet, doch urkundliche Belege fehlen. Erst 1289 wurde der Tempelhof erstmals erwähnt, als Katholiken Spenden für die Matthäikapelle gaben. Die Templerkommende wurde 1312 durch Papst Clemens V. aufgelöst und den Johannitern zugesprochen. Die Übergabe war kompliziert, da Landesherren die Güter selbst beanspruchten. Herzog Otto von Braunschweig besaß den Tempelhof bis 1346, bis er von Herzog Magnus I. beschlagnahmt wurde. 1357 versprach Magnus I., den Tempelhof den Johannitern zu übergeben, doch letztlich mussten diese den Besitz kaufen. 1367 verkaufte der Johanniterorden den Tempelhof an das Heilig-Geist-Kaland für 150 Mark Silber. Vor Ort stand die Matthäikapelle, die 1289 erstmals erwähnt wurde und 1359 unter den Johannitern wieder geweiht wurde. Sie war ein Zentrum der religiösen Aktivitäten, mit Messen und Altären. Die Kapelle wurde 1830 bei einem Brand zerstört. Der Tempelhof war bis in die Neuzeit als „Tempelhof“ bekannt, und das Kaland blieb bis 1717 Eigentümer. Die Gebäude wurden später in das Braunschweiger Schloss eingegliedert.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Braunschweig
- Erbaut
- 1173
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