Wallfahrtskirche St. Bartholomä
Die Wallfahrtskirche St. Bartholomä steht auf der Halbinsel Hirschau am Westufer des Königssees, direkt unter der Watzmann-Ostwand. Ihr rotes Kuppeldach vor der Felswand gehört zu den meistfotografierten Motiven der Alpen. Die Kirche ist deutlich älter, als der barocke Eindruck vermuten lässt: 1134 wurde sie von Propst Eberwin und Kuno dem Jüngeren von Horburg errichtet, zunächst der Heiligen Dreifaltigkeit und Maria geweiht; 1522 wechselte das Patrozinium zu Sankt Bartholomäus. Ende des 17. Jahrhunderts erhielt sie den charakteristischen Drei-Konchen-Chor, dem sie ihre Kuppelform verdankt. 1733 verband ein kreisförmiger Westbau die Kirche mit dem angeschlossenen Jagdschloss, das 1810 an die Wittelsbacher überging; seit 1912 wird dort eine Gaststätte betrieben. Im Inneren stehen romanische und barocke Teile nebeneinander. Erreichbar ist der Ort praktisch nur mit dem Elektroboot von Schönau am Königssee; zu Fuß führt lediglich eine mehrstündige alpine Tour hierher. Die Boote verkehren ganzjährig. Vor Ort lohnt neben der Kirche der Weg zur ehemaligen Eiskapelle am Fuß der Watzmann-Ostwand. Jedes Jahr trifft hier die Hochgebirgswallfahrt aus dem österreichischen Maria Alm ein.
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