Jesuitenturm
Bauwerk in Neuss, Überrest eines Klosters der Jesuiten
Der Jesuitenturm in Neuss steht auf dem ehemaligen Gelände des Jesuitenklösterns, das 1616 von den Jesuiten übernommen wurde. Er ist ein Überrest des ehemaligen Klosters und Gymnasiums und wurde vermutlich als Studententhürmchen genutzt. Der Turm ist dreigeschossig, besitzt einen oktogonalen Grundriss und eine geschweifte Haube, die mit einer durchbrochenen Wetterfahne mit den Buchstaben CT bekrönt ist. An der Nordostseite sind zwei sandsteinerne Kartuschen mit Ordenswappen und Inschriften angebracht, die stark verwittert sind. Der Turm ist ein wichtiger Teil der Geschichte Neuss’ und steht seit 2007 unter Denkmalschutz. Er wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt, wurde 1968 wiederhergestellt und in ein dreistöckiges Wohnhaus integriert. Jede Etage des Hauses enthält ein Apartment, wobei das Türmchen als Erker etagenweise eingefügt ist. Die Gedenktafel aus Sandstein des Künstlers A. Kleuker, die 1911 angebracht wurde, gibt Informationen zur Geschichte des Platzes. Der Jesuitenturm bietet einen Blick auf die umliegende Altstadt und ist Teil der historischen Bebauung Neuss’ im Bereich des Jesuitenhofs. Die Umgebung umfasst die Oberstraße und Mühlenstraße, die heute als Teil der städtischen Struktur erhalten sind. Die historischen Elemente des Turms, wie die Kartuschen und die Gedenktafel, dokumentieren die wechselnde Nutzung des Gebäudes von Kloster zu Fabrik und schließlich zu Wohnraum.
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- Art
- Turm
- Ort
- Neuss
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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