St. Johann
Kloster in Deutschland
Das Chorherrenstift St. Johann war ein weltliches Kollegiatstift in Konstanz, das 1266/1267 gegründet und 1807 aufgelöst wurde. Es lag in der Niederburg, in der Brückengasse 1, und war bis ins 18. Jahrhundert ein bedeutender kirchlicher und weltlicher Standort. Das Stiftsgut erstreckte sich über verschiedene Regionen, darunter den Thurgau, Hegau und Linzgau, mit dem Dorf Lipperswil als einzigen geschlossenen Herrschaftsbereich. Das Stift war ein Nebenstift des Domkapitels Konstanz und hatte oft Streit um die Besetzung der Propstei. Im 15. Jahrhundert entstand eine dreischiffige Pfeilerbasilika, die 1434 mit einem Turm abgeschlossen wurde. Die Reformation begann in St. Johann mit dem Abendmahlsgottesdienst 1525, und die Kirche wurde 1530 zerstört. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erlebte das Stift einen Aufschwung. Nach der Säkularisation 1807 wurde die Kirche 1816 profaniert und der Turm 1830 abgebrochen. Das Gebäude wurde 1818 verkauft und später zur Brauerei genutzt. Heute beherbergt es ein Coworking-Raum, Restaurants, eine Ballettschule und Wohnungen. Die ehemaligen Kirchenräume und Räume sind in verschiedene Nutzungszwecke übergegangen.
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- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Konstanz
- Adresse
- Brückengasse 1a, 78462 Konstanz
- Erbaut
- 1266
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