MonasteriesNorditalien

Abbazia di San Fruttuoso

Die Abtei San Fruttuoso liegt in einer schmalen Bucht an der Südflanke des Monte di Portofino, auf dem Gebiet der Gemeinde Camogli in Ligurien. Eine Straße führt nicht dorthin: Die Anlage ist nur über die Wanderwege des Naturparks Portofino oder mit dem Boot zu erreichen. Zwischen Kirche, Klostergebäuden und dem Wehrturm bleibt gerade Platz für einen schmalen Kiesstrand. Der Überlieferung nach wurden hier Reliquien des heiligen Fructuosus, des Bischofs von Tarragona, geborgen. Der heutige Bau geht im Kern auf das 10. und 11. Jahrhundert zurück, gefördert von Kaiserin Adelheid von Burgund; im 12. Jahrhundert übernahmen Benediktiner die Abtei und erweiterten sie. Ab dem 13. Jahrhundert nutzte die genuesische Familie Doria einen der Säle als Grablege — sieben Grabmäler aus den Jahren zwischen 1275 und 1305 sind erhalten. Den quadratischen Wachturm über der Bucht ließen die Doria 1562 zum Schutz vor Korsaren errichten. 1983 übergab die Familie Doria Pamphilj die Gebäude dem Denkmalfonds FAI. Zu sehen sind die byzantinisch geprägte Kuppel, der im 16. Jahrhundert unter Andrea Doria erneuerte Kreuzgang, die Grabkammer mit den gestreiften Arkaden und ein kleines Museum mit mittelalterlicher Keramik und Bauteilen aus den Grabungen. Vor der Bucht steht seit 1954 die Bronzefigur des Cristo degli Abissi auf dem Meeresgrund. Die Fußwege von Camogli und von Portofino her führen über steile Küstenhänge; die Bootsverbindungen verkehren vor allem in der wärmeren Jahreshälfte.

Opening hours and admission prices change with the season and are therefore not part of this text.

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