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Großes Schauspielhaus
ehemaliges Theater und Revuetheater (Friedrichstadtpalast) in Mitte, Berlin, Deutschland, ursprünglich als Markthalle errichtet, danach Zirkusgebäude
Das Große Schauspielhaus war ein Revuetheater in Berlin-Mitte, zwischen Schiffbauerdamm und Reinhardtstraße. Es entstand 1918–1919 durch Umbau einer ehemaligen Markthalle nach Entwürfen von Hans Poelzig und Marlene Moeschke-Poelzig. Das Gebäude war ursprünglich 1865–1867 als Markthalle errichtet worden und wurde später als Circus genutzt. 1918 wurde es zur Kulturinstitution umfunktioniert und 1933 in Theater des Volkes umbenannt. Das Theater war bekannt für seine große Bühne und die Aufführung der „Orestie“ 1919. Direktoren wie Max Reinhardt und Erik Charell prägten die Kulturgeschichte. 1938 wurde eine „Führerloge“ eingebaut, und während der NS-Zeit wurde die Gemeinnützigkeit aberkannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es als Friedrichstadt-Palast weitergeführt, bis 1988 abgerissen und durch ein neues Gebäude ersetzt. Das Gebäude bot Räume für Revuen, Operetten und Singspiele. Das Foyer mit Lichtschirmen und die „Tropfsteinhöhle“ waren markant. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es unter verschiedenen Direktoren aktiv, bis die Pfahlgründung durch Faulprozesse beschädigt wurde. Heute steht an der Stelle eine Freifläche und ein neues Mehrzweckgebäude.
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- Art
- Theatergebäude, ehemaliges Theater
- Ort
- Bezirk Mitte
- Erbaut
- 1919
- Baustil
- Expressionistische Architektur
- Architekt
- Hans Poelzig
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