Südfrankreich

Île de Porquerolles

Die Île de Porquerolles ist die größte und westlichste der vier Îles d'Hyères vor der Küste der Provence und gehört zur Gemeinde Hyères im Département Var. Sie liegt rund 2,6 Kilometer südöstlich der Halbinsel Giens, misst etwa 7,5 Kilometer in der Länge und 3 Kilometer in der Breite und bedeckt 12,54 Quadratkilometer. Der höchste Punkt erreicht 142 Meter; die Nordseite ist flach und sandig, während die Südseite steil zum Meer abfällt. 1912 kaufte François Joseph Fournier die ganze Insel und baute sie als landwirtschaftliches Gut mit Weinbergen und einer weitgehend selbstversorgenden Siedlung aus. 1971 erwarb der französische Staat die Insel; heute gehören rund 80 Prozent dem Nationalpark Port-Cros, der sie verwaltet, und seit 2012 liegt sie in dessen Kernzone. Der Conservatoire botanique national méditerranéen arbeitet hier seit 1979 und schützt seltene Pflanzenarten. Ganzjährig leben nur etwa 350 Menschen auf der Insel, die meisten im Dorf an der Nordküste mit Hafen, Läden und Lokalen. Erreichbar ist Porquerolles ausschließlich per Fähre vom Festland. Autos sind verboten, unterwegs ist man mit dem Fahrrad oder zu Fuß; Wege führen zu den Sandbuchten der Nordküste wie Plage d'Argent, Plage de la Courtade und Plage Notre-Dame sowie hinauf zum Fort Sainte-Agathe über dem Dorf. Wegen des starken Sommerandrangs wird der Besucherzustrom seit 2020 begrenzt.

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