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Tempelbezirk im Altbachtal
archäologische Stätte in Deutschland
Der Tempelbezirk im Altbachtal war ein römischer heiliger Bezirk in der Stadt Trier. Er lag im Tal des Altbaches unterhalb des Amphitheaters und umfasste eine Fläche von 5 ha. Die Anlage entstand in augusteischer Zeit und wurde bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. genutzt. Hier wurden über 70 Tempel, Kapellen und Kultbauten freigelegt, darunter ein monumentaler Tempel am Herrenbrünnchen und ein Kulttheater. Die Funde umfassen die größte Sammlung römischer Kultdenkmäler aus einem geschlossenen Bezirk. Die Ausgrabungen durch Siegfried Loeschcke von 1926 bis 1934 brachten erstaunliche Ergebnisse zutage. Sie führten zur Entdeckung von Götterbildern, Terrakotten und einer Bronzestatuette des Merkur. Besonders hervorzuheben sind ein Epona-Relief und eine Darstellung der Felsgeburt des Mithras. Der Bezirk wurde im Jahr 337 unter dem Bischof Maximinus zerstört. Später wurden Wohnbauten und Villen errichtet, bis das Gelände nach dem Zweiten Weltkrieg planiert und zur Kleingartenanlage umfunktioniert wurde. Der Tempelbezirk umfasste vorwiegend treverische Gottheiten, die sich an die römische Götterwelt anlehnten. Die Anlage enthielt gallo-römische Tempel, kleinere Schreine sowie ein Kulttheater. Der Mithraskult kam im 4. Jahrhundert hinzu, während christliche Kirchen hier nicht nachgewiesen wurden. Die Funde zeigen, dass der Bezirk bis ins 4. Jahrhundert aktiv genutzt wurde, ehe er zerstört und später umgestaltet wurde.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Rheinland-Pfalz
Nearby
- Trier Imperial Baths279 m
- Eingang Kaiserthermen356 m
- Agnetenkloster378 m
- Tempel am Herrenbrünnchen365 m
- Rheinisches Landesmuseum Trier546 m
- Porta Alba614 m
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