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Kesslerloch
Höhle in Thayngen im Kanton Schaffhausen, Schweiz
Das Kesslerloch ist eine Höhle im Herblingertal bei Thayngen, Kanton Schaffhausen, Schweiz. Sie liegt am Südostfuß der Reiat-Hochebene und ist etwa 200 m² groß. Die Höhle wird durch eine Steinsäule geteilt und war in der Jungpaläolithikum-Zeit (vor 15'000 bis 11'000 Jahren) als Schutzort für Rentierjäger genutzt. Die Lage im Engtal war günstig für die Jagd, ähnlich wie bei Petersfels, das etwa 15 km nordöstlich liegt. Die Höhle wurde 1873 erstmals ausgegraben, wobei Konrad Merk und andere Forscher Funde sammelten. Die Grabungen fanden bis 1980 statt, wobei einige Funde später als Fälschungen entlarvt wurden. Zu den wichtigsten Funden zählen Knochen von 53 Tierarten, Werkzeuge aus Knochen und Elfenbein sowie die Ritzzeichnung des «Suchenden Rentiers». Ein Haushundenteil aus der Höhle datiert auf 14'100 bis 14'600 Jahre und ist ein früher Nachweis der Domestizierung des Wolfs. In der Höhle wurden auch Kleinkunststücke wie Anhänger und Lochstäbe gefunden, die als Sensation galten, da viele Forscher damals den Menschen der Steinzeit keine Kunst zuschrieben. Das «Suchende Rentier» ist im Rosgartenmuseum in Konstanz ausgestellt. Weitere Fundstücke sind im Museum Allerheiligen und im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich zu sehen. Die Höhle wurde 1902 unter staatlichen Schutz gestellt.
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- Art
- Höhle, Archäologische Stätte
- Ort
- Thayngen
- Adresse
- Kesslerlochstrasse, 8240 Thayngen
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse A von nationaler Bedeutung
- Seehöhe
- 440 m
Nearby
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