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Großes Militärwaisenhaus
barockes Gebäudeensemble in Potsdam, ehemals Erziehungs- und Ausbildungsstätte für Soldatenkinder und Militärwaisen
Das Große Militärwaisenhaus in Potsdam war eine Erziehungs- und Ausbildungsstätte für Soldatenkinder und Militärwaisen. Es wurde 1724 von Friedrich Wilhelm I. gegründet und ist Potsdams größtes geschlossenes Barockensemble. Das Gebäudeensemble umfasst mehrere Gebäude, darunter das Hauptgebäude in der Lindenstraße, das 1771 bis 1778 im preußischen Spätbarock neu errichtet wurde. Es beherbergte eine vergoldete Figur der Caritas, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde und 2004 restauriert wurde. Das Waisenhaus war bis 1952 eine Stiftung, die bis heute Projekte zur Jugendarbeit fördert. Es wurde ab 1919/1920 zivil verwaltet und nahm ab 1933/1934 die Funktion der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt über. Nach Kriegsschäden wurde es in vereinfachter Form wiederhergestellt. Die Stiftung finanziert sich heute durch die Verpachtung von Immobilien und unterstützt benachteiligte Kinder und Jugendliche mit innovativen Bildungsprojekten. Besucher können das barocke Ensemble bewundern, das mit dem Monopteros und der Caritas-Figur als Wahrzeichen bekannt ist. Die Gebäude wurden nach Krieg und Zerstörungen mehrfach restauriert. Die Stiftung fördert heute Erziehung und Berufsbildung sowie die Integration von Jugendlichen. Die historischen Räume und Ausblicke bieten Einblick in die Geschichte des Waisenhauses und dessen Bedeutung für die Region.
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- Art
- Waisenhaus, Bauensemble, Bildungseinrichtung
- Ort
- Potsdam
- Erbaut
- 1724
- Denkmalstatus
- Baudenkmal
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