Norditalien

Santuario del Monte Lussari

Der Monte Santo di Lussari ist ein 1.790 Meter hoher Berg in den Julischen Alpen, auf dem Gebiet der Gemeinde Tarvis in der Provinz Udine, südlich des Ortsteils Camporosso. Er trägt Namen in vier Sprachen: Mont Sante di Lussari auf Friaulisch, Svete Višarje auf Slowenisch, Luschariberg auf Deutsch. Zu den höchsten Gipfeln der Julischen Alpen zählt er nicht; seinen Ruf verdankt er dem Kloster, das im 16. Jahrhundert auf seiner Kuppe entstand, und den Häusern rings um das Heiligtum, die im typischen Kärntner Stil des darunterliegenden Kanaltals gebaut sind. Die erste Kapelle wurde 1360 an jener Stelle errichtet, an der nach der Überlieferung eine Statuette der Madonna mit Kind gefunden wurde; von ihr ist nichts erhalten. Die heutige Kirche stammt aus der Zeit zwischen 1500 und 1600. 1807 schlug ein Blitz ein, 1915 wurde sie bombardiert, beide Male wurde sie wieder aufgebaut; im Heiligen Jahr 2000 erfolgte eine vollständige Erneuerung. Der Gipfel gilt als Balkon der Julischen Alpen. Der Blick geht über das Becken von Tarvis und die umliegenden Höhen: im Norden die Karawanken, im Osten die Mangart-Gruppe, im Süden der Jôf di Montasio. Von oben zweigen mehrere Wege ab, der bekannteste zur benachbarten Cima del Cacciatore auf 2.071 Metern. Von Camporosso auf 805 Metern führt eine Kabinenbahn von 3.070 Metern Länge in gut fünfzehn Minuten auf 1.760 Meter hinauf, direkt unterhalb der Häusergruppe. Im Winter ist der Lussari zugleich Skigebiet; die Piste Di Prampero misst 3.920 Meter bei 940 Metern Höhenunterschied.

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