Centre d'art contemporain de la Matmut
Das Centre d'art contemporain de la Matmut liegt in Saint-Pierre-de-Varengeville, rund 20 Minuten von Rouen entfernt, und zeigt zeitgenössische Kunst in einem Schloss des 19. Jahrhunderts im Stil Neo-Louis-XIII. Getragen wird es von der Matmut-Gruppe mit dem erklärten Ziel, Kunst und Kultur einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen. Pro Jahr laufen vier Ausstellungen mit Künstlern von nationalem und internationalem Rang, jede etwa drei Monate lang, begleitet von Publikationen. Das Gebäude selbst ist Teil der Sache. Der Architekt war Lucien Lefort, die Schmiedearbeiten stammen von Ferdinand Marrou, die Steinmetzarbeiten von Edmond Bonet. Am Giebel steht die Inschrift „Omnia pro arte" — alles für die Kunst —, die der Gründer Gaston Le Breton dort anbringen ließ und die dem heutigen Betrieb nachträglich recht genau entspricht. Zum Anwesen gehören sechs Hektar Park, gegliedert in einen japanischen Garten, den Garten der fünf Kammern, ein Arboretum und einen Rosengarten im Stil der italienischen Renaissance. Dort stehen monumentale Skulpturen, unter anderem von Peter Briggs, Norman Dilworth, Quentin Garel und Vera Molnar. Für den Rundgang durch Schloss und Park sollte man rund 60 Minuten rechnen. Auf Anfrage gibt es Führungen, pädagogische Gruppenbesuche und Werkstätten für Kinder; das Haus arbeitet zudem mit Schulen zusammen. Weil die Ausstellungen viermal im Jahr wechseln, lohnt ein Blick ins laufende Programm vor der Anfahrt.
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