Römische Wasserleitung (Brey)
archäologische Stätte in Deutschland
Die Römische Wasserleitung bei Brey liegt im Rheinland-Pfalz und ist ein antiker Aquädukttunnel, der vermutlich der Wasserversorgung einer Villa rustica im Rheintal diente. Die Anlage wurde im 20. Jahrhundert wiederentdeckt und 2002 zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal erklärt. Sie ist Teil eines Netzwerks von Wasserleitungen, das die Versorgung von Römerstätten wie den Kastellen in Koblenz und Boppard sicherte. Die Wasserleitung ist etwa 500 Meter lang und wurde in Qanatbauweise errichtet, eine Technik, die vor den Römern in Persien entwickelt wurde. Die Bauweise ermöglichte eine effiziente Ausführung durch mehrere Arbeiter pro Schacht. Die Anlage hat ein Gefälle von 3,5 % und könnte bis heute Wasser leiten. Schätzungen aus den 1960er Jahren zeigen, dass die Leitung eine durchschnittliche Durchflussmenge von 100.000 Litern pro Tag erreichte, was für eine Villa rustica ausreichend war. Die Besucherterrasse in Brey ermöglicht einen Blick auf die Konstruktion der Wasserleitung. Die Anlage ist mit einer Breite von 1,2 m und einer Höhe von 1,7 bis 2,2 m bemerkenswert groß. Die Schächte haben einen Durchmesser von 1,5 bis 2 m und reichen bis zu 4,5 m in den Fels. Die genaue Länge der Leitung wird auf 2 bis 2,5 km geschätzt. Die Wasserleitung wurde vermutlich im 2. oder 3. Jahrhundert errichtet und ist bis heute teilweise funktionsfähig.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Rheinland-Pfalz
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