Basilique Notre-Dame d'Alençon
Die Basilika Notre-Dame steht mitten in der Altstadt von Alençon und fällt vor allem durch ihr Portal auf: eine flamboyant-gotische Vorhalle vom Beginn des 16. Jahrhunderts, deren Steinmetzarbeit zum Feinsten gehört, was die Spätgotik in der Normandie hervorgebracht hat. Aus derselben Zeit stammen das Kirchenschiff und die Glasfenster. Die Orgel hat ein Gehäuse aus dem 16. Jahrhundert; sie wurde restauriert und im September 2016 wieder eingeweiht. Bekannt ist die Kirche jedoch weniger wegen ihrer Architektur als wegen einer Familie. 1858 heirateten hier Louis und Zélie Martin; ihre Hochzeitskapelle liegt im hinteren Teil der Nordseite. Am 4. Januar 1873 wurde in dieser Kirche ihr neuntes Kind getauft — Thérèse vom Kinde Jesu, später als Thérèse von Lisieux eine der meistverehrten Heiligen Frankreichs. Die Taufkapelle ist die erste Kapelle links vom Eingang. Das Elternpaar wurde im Oktober 2008 seliggesprochen, und im August 2009 erhob Papst Benedikt XVI. die Kirche zur Basilika. Der Rundgang ist kurz: Portal, Schiff, Glasfenster, Tauf- und Hochzeitskapelle lassen sich in einer halben Stunde ansehen, mit Muße in einer. Die Kirche ist täglich geöffnet, ausgenommen während der Gottesdienste, und der Zugang ist frei. Gelegentlich sind Wechselausstellungen im Innenraum zu sehen. Wer den Spuren der Familie Martin weiter folgen will, findet ihr Wohnhaus wenige Gehminuten entfernt in der Rue Saint-Blaise; beides zusammen ergibt einen guten halben Tag in Alençon.
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