Westdeutschland

Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald besteht seit 2015 und ist als Entwicklungsnationalpark angelegt: Der Wald ist noch kein Urwald, sondern soll über Jahrzehnte dazu werden. Er liegt an der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland und schützt ausgedehnte Buchenwälder sowie offene Felslandschaften, dazwischen Moore und Bachtäler. Besonders ist der Bestand an Wildkatzen, einer Art, die in Europa immer seltener wird und hier in bemerkenswerter Dichte vorkommt. Zur Region gehört auch ein Kapitel Vorgeschichte: Die Festungsanlage des keltischen Ringwalls Otzenhausen liegt am Rand des Parks und macht deutlich, dass dieses Mittelgebirge lange vor der Forstwirtschaft besiedelt war. Der Zugang ist frei. Drei Nationalpark-Tore bieten den Einstieg, jeweils mit moderner Ausstellung auf rund 300 Quadratmetern; eine weitere Nationalpark-Ausstellung befindet sich im Hunsrückhaus auf dem Erbeskopf, dem höchsten Berg von Rheinland-Pfalz. Kostenlose Rangerführungen greifen wechselnde Themen auf, von Spuren der Wildkatze über die Landschaft im Nebel bis zum keltischen Erbe. Wer selbst unterwegs sein möchte, findet ein Wegenetz vor, das sich für Halbtages- wie Tagestouren eignet.

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