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Hotel Métropole
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Das Hotel Métropole stand einst am Morzinplatz 4 im ersten Wiener Gemeindebezirk, nahe dem Franz-Josefs-Kai. Erbaut zwischen 1871 und 1873 von Carl Schumann und Ludwig Tischler im Stil der Neorenaissance, galt es als prunkvolles Luxushotel mit korinthischen Säulen, Karyatiden und einem überdachten Innenhof. Berühmte Gäste wie Mark Twain verbrachten hier längere Zeit, und der Vater Stefan Zweigs betrieb in der Nachbarschaft eine Webwarenfabrik. Ab März 1938 diente das Gebäude als Hauptquartier der Gestapo Wien unter Reinhard Heydrich. Mit rund 900 Beamten war es die größte Gestapo-Dienststelle im „Großdeutschen Reich“. Hier wurden täglich über fünfhundert Menschen verhört und gefoltert, darunter Kurt Schuschnigg und Louis Nathaniel von Rothschild. Die Haftbedingungen waren extrem isolierend, und viele Widerstandskämpfer wie die Gruppe um Karl Burian wurden hier inhaftiert. Nach Kriegsende 1945 brannte das Haus aus und wurde später abgerissen. An seiner Stelle entstand 1967 der Leopold-Figl-Hof. Heute erinnert ein Mahnmal aus Bronze und Granit am Morzinplatz an die Opfer der Gestapo, flankiert von Symbolen wie dem roten Winkel und dem Judenstern. Eine spätere Gedenktafel würdigt zudem die Überlebenden, die 1951 ohne Genehmigung ein erstes Denkmal errichteten.
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