Burg Moisburg
abgegangene spätmittelalterliche Burg des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg an der Stelle des Amtshauses in der Gemeinde Moisburg im niedersächsischen Landkreis Harburg
Die Burg Moisburg war ein spätmittelalterliches Bauwerk des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, das sich am Ort des späteren Amtshauses in der Gemeinde Moisburg im niedersächsischen Landkreis Harburg befand. Die Anlage wurde zwischen 1310 und 1322 errichtet und diente als Sitz einer Vogtei. Sie war Teil des lüneburgischen Territoriums und wurde mehrfach verpfändet, insbesondere an die Stadt Lüneburg. Die Burg wurde ab 1694 abgerissen, und an ihrer Stelle entstand später das Amtshaus. Die Burg war ein bedeutendes Bauwerk mit Backsteinen, bemalten Glasfenstern und Kachelöfen. Sie besaß einen Turm, ein Torhaus mit Zugbrücke und eine Mühle. Die Anlage war von Wassergräben umgeben. Das Amtshaus wurde auf den spätmittelalterlichen Fundamenten errichtet und umfasste eine Dreiflügelanlage. 1955 übernahm die Gemeinde Moisburg den erhaltenen Mitteltrakt, der heute als Bürgermeisterbüro und Veranstaltungsort dient. 2010 wurde ein mittelalterlicher Graben entdeckt, der vermutlich Teil der Befestigung der Burg war. Die Burg Moisburg bot einst einen Blick auf das umliegende Land und war Teil der lüneburgischen Sicherheitsstrategie. Die Anlage war mit mehreren Gebäuden wie dem Palas, dem Großen Haus und dem Langen Haus ausgestattet. Die Verpfändung an Lüneburg führte zu zahlreichen Umbauten. Heute sind die Räume des ehemaligen Amtshauses für verschiedene Zwecke genutzt, und die historischen Spuren der Burg sind in der Gemeinde Moisburg erhalten.
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- Art
- Burg
- Ort
- Moisburg
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