Südfrankreich

Gouffre de Proumeyssac

Der Gouffre de Proumeyssac liegt bei Audrix im Périgord noir, auf rund 160 Metern Höhe zwischen den Tälern von Vézère und Dordogne. Anders als die langgestreckten Höhlen der Region besteht er im Wesentlichen aus einem einzigen Raum: einer glockenförmigen Halle, die aus dem Kreidekalk ausgelaugt wurde und rund 42 Meter tief hinabreicht. Ihretwegen trägt der Ort den Beinamen Kristallkathedrale. Erkundet wurde der Schlund 1907 durch Gabriel Galou; davor war er nur als unheimliches Loch im Wald bekannt, in das man Unrat warf. Die Wände sind über und über mit Stalaktiten, Stalagmiten und Säulen bedeckt, dazu kommen seltene dreiseitige Kristalle, die in Frankreich nur aus drei Höhlen bekannt sind. Eine versteinernde Quelle wird bis heute genutzt: In sie gehängte Tonwaren überziehen sich binnen eines Jahres mit einer Kalkschicht. Die Temperatur liegt ganzjährig bei 14 Grad. Es ist die größte erschlossene Hohlform des Périgord; 2022 kamen 158.000 Besucher. Der normale Zugang führt durch einen waagerechten Stollen auf den Hallenboden. Wer will, steigt stattdessen in einer an einem Seil hängenden Gondel durch die ursprüngliche Öffnung ein — für bis zu elf Personen und nur nach Voranmeldung. Unten läuft eine Ton- und Lichtinszenierung, die die Wände rundum bespielt. Der Besuch erfolgt geführt und ist in Teilen auch mit Einschränkungen der Beweglichkeit möglich; das Gelände darüber ist mit einem Lehrpfad zur Karstgeologie angelegt.

Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.

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