Grotte de Rouffignac
Die Grotte de Rouffignac liegt in der Gemeinde Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac in der Dordogne, im waldreichen Kalkplateau des Périgord zwischen Périgueux und Sarlat. Der Eingang liegt am Fuß eines bewaldeten Hangs, dahinter zieht sich ein weitgehend waagrechtes Gangsystem tief in den Berg. Mit mehr als acht Kilometern vermessener Gänge gehört sie zu den größten bemalten Höhlen Europas. Bekannt war der Hohlraum schon lange: Bereits 1575 erwähnte ihn François de Belleforest in seiner Beschreibung Frankreichs. Die eiszeitlichen Bilder wurden aber erst 1948 vom Spéléo-Club de Périgueux wiederentdeckt und 1956 von internationalen Fachleuten als echt bestätigt. Über 250 Gravuren und Zeichnungen aus dem Magdalénien, älter als 13.000 Jahre, sind verzeichnet, darunter allein 158 Mammuts sowie Wollnashörner, Bisons, Pferde und Steinböcke, dazu vier menschliche Figuren und tektiforme Zeichen. Aus einer noch älteren Zeit stammen die Kratzspuren und muldenförmigen Lager der Höhlenbären, die den Berg vor den Menschen bewohnten. Der Besuch findet auf einer Kleinbahn statt, die seit 1959 elektrisch durch die Hauptgalerien fährt und auf rund vier Kilometern an den wichtigsten Bildern vorbeiführt, unter anderem am Deckenfries im hinteren Teil der Höhle. Geöffnet ist von Anfang April bis Anfang November, wobei die Zahl der Plätze pro Tag begrenzt ist; 2022 kamen 65.000 Besucher. In der Höhle herrscht ganzjährig kühle, feuchte Luft.
Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.
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