Castellum Mattiacorum
römisches Militärlager in Mainz-Kastel, archäologische Stätte in Deutschland
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Das Castellum Mattiacorum war ein römisches Militärlager in Mainz-Kastel, im Stadtkreis Wiesbaden. Es lag im Umfeld der heutigen Kirche St. Georg und wurde um 11 v. Chr. errichtet, als die Römer von Mogontiacum (Mainz) eine Brücke über den Rhein bauten und den Brückenkopf mit einem Kastell sicherten. Das Lager stand in der Achse der römischen Brücke und wurde später durch ein größeres Steinkastell ersetzt, das 71 n. Chr. errichtet wurde. Das Kastell war Teil der römischen Expansion in Germanien unter Drusus. Es war bis in das 2. Jahrhundert in Betrieb, bis die Civitas Mattiacorum entstand. Nordöstlich lag ein Lagerdorf (Vicus) mit einer Schutzmauer. Um 300 n. Chr. wurde der Brückenkopf erneut befestigt, wie auf dem Bleimedaillon von Lyon dargestellt. Weitere römische Befestigungsanlagen wurden nordöstlich des Vicusareals durch Luftbildaufnahmen entdeckt. Im 5. Jahrhundert wurde ein Schatz aus über 750 Münzen, drei Ringen und weiteren Gegenständen gefunden. Der Fund stammt aus einem Wasserleitungsgrabenn. Nordöstlich des Vicusareals lagen temporäre Marschlager des 1. bis 2. Jahrhunderts, darunter eines aus der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts mit einer Ausdehnung von 75 × 60 Metern. Die Anlagen zeigten abgerundete Ecken und vier Tore.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Mainz-Kastel
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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