Kastell Kösching
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kastell Kösching war ein römisches Militärlager auf der Hochterrasse der Rißeiszeit nördlich der Donau, heute im Landkreis Eichstätt in Bayern. Es wurde im Frühjahr 80 n. Chr. als Standort einer berittenen römischen Einheit zur Limesverteidigung errichtet. Die Anlage lag nördlich von Kösching, umgeben von hügeligem Land und dem Köschinger Forst, der im 18. Jahrhundert hauptsächlich aus Laubwald bestand. Die Forschung zum Kastell begann im 16. Jahrhundert mit Berichten von Johannes Aventinus, der römische Münzen und Inschriften fand. Erst ab 1889 wurde die Lage des Kastells in der Flur „Gemäuert“ lokalisiert, wo 1890 Grabungen durch Joseph Fink und Ferdinand Ott durchgeführt wurden. Spätere Untersuchungen, wie die von Hermann Witz, klärten die Genauigkeit der Funde und zeigten, dass die Mauerreste wahrscheinlich eine Raststation darstellten. Die Überbauung und Bauarbeiten beeinflussten die Forschung stark, sodass viele Ergebnisse erst im 20. Jahrhundert bestätigt wurden. Im Bereich des Kastells wurden römische Straße, Grabenreste und Funde wie eine Bauinschrift sowie Keramik und Metallgegenstände entdeckt. Die südliche Kastellmauer und der Graben wurden bei Bauarbeiten im 20. Jahrhundert erneut untersucht. Die Anlage umfasste wahrscheinlich ein großes repräsentatives Gebäude mit 31 Räumen, das als Mansio oder Raststation interpretiert wird. Die Funde belegen eine Nutzung des Geländes bis ins 3. Jahrhundert n. Chr., wobei die Überbauung und die Bauaktivitäten die Erhaltung der Anlage stark beeinträchtigten.
Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu. Aktuální údaje u provozovatele
- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
- Ort
- Kösching
- Denkmalstatus
- Teil einer UNESCO Welterbestätte
V okolí
- Bodendenkmal in Kösching, #D-1-7135-0224143 m
- Kösching653 m
- Bodendenkmal in Kösching, #D-1-7135-0016678 m
- Schloss Kösching689 m
- Burg Erlhof2.9 km
- Lenting2.7 km
QR-Code