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Tumulus von Nickenich
archäologische Stätte in Deutschland
Der Tumulus von Nickenich ist ein gallorömisches Kenotaph, das vermutlich einer Villa rustica in Nickenich, Rheinland-Pfalz, angehörte. Er ist ein runder Grabhügel aus Tuffsteinquader, der 1931 entdeckt wurde. Die Steine stammen vom nahegelegenen Römerbergwerk Meurin. Das Bauwerk hat einen Durchmesser von etwa sieben Metern und eine Höhe von 2,5 Metern. Es wurde größtenteils aus dem Fundament und weiteren Quadersteinen rekonstruiert, wobei etwa 70 % der ursprünglichen Substanz erhalten blieb. Der Inschriftenstein des Tumulus trägt eine lateinische Inschrift, die auf die Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts datiert. Er erwähnt Contuinda, die Tochter des Esucco, und ihren Sohn Silvanus Ategnissa. Die Inschrift kombiniert lateinische Formeln mit keltischen Namen, was die kulturelle Mischung der römischen und keltischen Einflüsse zeigt. Der Tumulus wird vermutlich zwischen 50 und 100 n. Chr. errichtet worden sein. Etwa vier Meter vom Tumulus entfernt wurde ein Nischengrabmal mit Reliefs gefunden. Es besteht aus drei Löwenkrönchen bekrönten Nischenstelen, darunter eine mittlere Stele mit einer Frau und einem Kind. Die Frau trägt keltischen Schmuck und Frisur, während das Kind römische Kleidung trägt. Die Stele wird vermutlich Contuinda und Silvanus Ategnissa zugeordnet. Das Grabmal und der Tumulus sind vermutlich Teil desselben Grabplatzes. Die Rekonstruktion des Tumulus steht heute nordwestlich des Fundortes, da der Originalplatz durch ein Wohnhaus überbaut ist.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Rheinland-Pfalz
V okolí
- Nickenich als Fundort936 m
- Nickenich1.1 km
- Kruft3.4 km
- hrad Laach2.6 km
- Karmelitenkloster Tönnisstein (bei Kell, heute Andernach)4.1 km
- Wassenach3.3 km
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