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Perchauer Sattel
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Der Perchauer Sattel ist ein 995 Meter hoher Pass im Bezirk Murau, der das obere Murtal mit dem Olsatal verbindet. Er liegt zwischen dem oberen Murtal im Norden und dem Klagenfurter Becken im Süden und ist durch die Friesacher Straße (B 317) erschlossen. Südlich des Sattels bildet die Olsaklamm bei Dürnstein eine natürliche Grenze zur Steiermark. Historisch bedeutsam war die Route als Teil einer alten Eisen- und Salzstraße, wovon Burgen wie Dürnstein im Süden oder die Höhlenburgen Schallaun und Puxer Lueg im Norden zeugen. Der Übergang spielte bereits im Mittelalter eine wichtige Rolle, etwa als König Arnulf 888 in nur zwölf Tagen von Karnburg über den Perchauer Sattel und weiter zum Pyhrnpass reiste – eine damals ungewöhnlich schnelle Strecke. Heute ist der Sattel vor allem im Straßenverkehr von Bedeutung, da hier eine Fernverkehrsstraße verläuft, während der Neumarkter Sattel nur eine Lokalstraße trägt. Ein geplantes Bahnprojekt über den Perchauer Sattel wurde zugunsten des Neumarkter Sattels verworfen, da die Trassierung im Murtal bis Frauenburg günstiger erschien. Vor Ort bietet der Perchauer Sattel einen sanften Übergang zwischen zwei Tälern mit historischer Prägung. Die umliegenden Orte wie Friesach im Süden oder Oberwölz im Nordwesten waren einst wichtige Eisenumschlagplätze und zeugen von der wirtschaftlichen Bedeutung der Region. Die Landschaft ist geprägt von den Spuren alter Handelswege und mittelalterlicher Burgen, die die Geschichte des Sattels als Verbindung zwischen Nord und Süd dokumentieren.
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