Bayern

Dreifaltigkeitskirche Kappl

Die Dreifaltigkeitskirche Kappl steht auf 599 Metern zwischen Glasberg und Dietzenberg, gut drei Kilometer nordwestlich von Waldsassen, und ist eines der Wahrzeichen des Oberpfälzer Waldes. Von außen fällt sie sofort auf: ein barocker Zentralbau mit Türmen und Zwiebelhauben, der auf einem Kleeblattgrundriss aus drei Konchen steht. Gebaut wurde die Kirche zwischen 1685 und 1689 nach Plänen von Georg Dientzenhofer, geweiht 1711. Ein Vorgängerbau aus Holz stand hier bereits im 12. Jahrhundert und barg ein verehrtes Dreifaltigkeitsbild; Hussitenkriege, Reformation und Dreißigjähriger Krieg setzten der Wallfahrt zu. Der barocke Neubau macht die Dreifaltigkeit zum durchgehenden Bauprinzip: Die drei Konchen legen sich um ein gedachtes gleichseitiges Dreieck, außen stehen drei große und drei kleine Rundtürme, innen tragen drei Säulen den Raum, es gibt drei Deckengemälde und neun Altäre, in drei Gruppen zu je drei geordnet. Die barocken Fresken fielen 1880 einem Brand zum Opfer. Was heute an den Decken zu sehen ist, malte Oskar Martin-Amorbach zwischen 1934 und 1940: Gott Vater, Gott Sohn und die Werke der Barmherzigkeit. Erhalten ist die Orgel von 1734 bis 1738 mit zwölf Registern, 2020 restauriert; von den drei Glocken musste die größte im Zweiten Weltkrieg abgeliefert werden. Die Kirche ist täglich zugänglich, ein deutscher Audioguide führt durch den Bau, Gruppenführungen sind nach Anmeldung möglich. Vor dem Haus gibt es einen Spielplatz.

Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.

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