NiederösterreichBezirk Q980

Turmhügel Forchheim I

archäologische Stätte in Deutschland

Der Turmhügel Forchheim I ist ein mittelalterlicher Turmhügelburgenkomplex in der Wüstung Forchheim, die im Ortsteil Münchenreuth der Stadt Waldsassen im Landkreis Tirschenreuth liegt. Er befindet sich im Münchenreuther Wald und ist etwa 20 Meter südöstlich vom Turmhügel Forchheim II. Die Anlage ist als Bodendenkmal im Bayernatlas registriert und wird als „mittelalterliche Wüstung Forchheim“ mit zwei Turmhügeln bezeichnet. Die Siedlung Forchheim war an einer Altstraße nach Eger gelegen und hatte wirtschaftliche Bedeutung durch Ton- und Roteisenvorkommen. Die Turmhügelburg gehörte einer unbekannten Egerischen Ministerialenfamilie, die 1340 von dem Kloster Waldsassen gekauft wurde. 1396 wurde die Zerstörung der Siedlung erwähnt, und weitere Zerstörungen sind für 1434 und 1439 belegt. Das Kloster Waldsassen versuchte, den Ort wieder aufzubauen, doch dies blieb aus. Der Turmhügel Forchheim I liegt etwa 2 km nordnordwestlich der Kirche von Münchreith und ist die kleinere Befestigungsanlage. Der Hügel misst etwa 5 × 6 Meter und ist umgeben von einem rechteckigen Graben (11 × 12 Meter). Auf dem Plateau wurden Scherben mit Wellenbändern gefunden, die auf frühe deutscher oder slawischer Keramik aus dem 7. bis 10. Jahrhundert hinweisen. Die Umgebung umfasst den Münchenreuther Wald und den Krebsbach.

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Art
Archäologische Stätte
Ort
Bayern
Denkmalstatus
Baudenkmal in Bayern

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