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Hechtsee
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Der Hechtsee ist ein kleiner, tiefer See in den Brandenberger Alpen nahe der Grenze zwischen Tirol und Bayern. Er liegt nördlich von Kufstein und westlich von Kiefersfelden, nur wenige Meter vom Nordufer entfernt verläuft die Staatsgrenze. Mit etwa 0,28 Quadratkilometern Fläche ist er der größte und mit bis zu 57 Metern Tiefe der tiefste der sechs Seen in dieser Region. Unweit des Südufers erhebt sich der Thierberg, während der Hechtbach als Hauptzufluss aus einem kleinen Tal zwischen Hecht- und Längsee kommt. Der See entstand durch tektonische Einsturzbecken, die während der letzten Eiszeit durch den Inntalgletscher geformt wurden. Sein Name geht auf eine Sage zurück, in der eine Fee namens Hechta das Wasser zum Überfluten brachte. Historisch bekannt sind zwei starke Wasseranstiege 1755 und 1761, die mit Erdbeben in Lissabon und der Nähe zur Inntal-Transformzone zusammenhingen. Heute wird der See durch eine Staumauer reguliert, um den Wasserspiegel zu halten. Am See führt ein gut begehbarer Rundweg vorbei, der auch zu Nachbarseen wie dem Längsee oder zum Thierberg mit seiner Kapelle führt. Im Sommer lädt der Badesee zum Schwimmen ein, während im Winter bei ausreichender Eisdicke Schlittschuhlaufen möglich ist. Ein Restaurant und Café an der Seearena bietet ganzjährig Bewirtung, und ein Spazierweg verbindet den See mit Kufstein und Kiefersfelden. Radfahrer können den See über die autofreie „alte Hechtseestraße“ erreichen, während Wanderwege von mehreren Orten aus zum See führen.
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