Kastell Kumpfmühl
archäologische Stätte in Deutschland
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Das Kastell Kumpfmühl war ein römisches Kastell südlich von Regensburg, errichtet um 80 n. Chr. Es lag auf einer erhöhten Lage am nördlichen Hang des Königsberges, umgeben von Talmulden. Die Reste wurden in der Gegend von Kumpfmühl-Ziegetsdorf-Neuprüll gefunden, nördlich der Wolfgangskirche. Der Vitusbach und andere Quellen spielten eine wichtige Rolle in der Wasserversorgung. Die Lage bot einen Blick auf die Donau und ermöglichte die Kontrolle über wichtige Verkehrswege. Das Kastell wurde in zwei Steinbauphasen erweitert, wobei die zweite Phase um 45 Meter nach Westen führte. Es war von zwei Wehrgräben umgeben und hatte eine Fläche von 2,8 ha. In der ersten Steinbauphase war die Innenfläche etwa 2,1 ha groß. Die Anlage wurde in der Zeit um 171–175 n. Chr. zerstört. In der Nähe entstand ein Vicus mit zivilen Gebäuden, Werkstätten und einem großen Friedhof. Die Truppe bestand aus Auxiliareinheiten wie der Cohors III Britannorum equitata. Im Westen des Kastells wurde 1989 ein Münzschatz gefunden, der als der größte Fund an Münzen in Süddeutschland gilt. Er umfasst Münzen, Schmuck und einen Bronzekessel. Der Fund stammt vermutlich aus der Zeit um 166 n. Chr. und wurde sorgfältig im Kastell versteckt. Die Anlage und die umliegenden Fundstellen sind als Bodendenkmale geschützt.
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- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
- Ort
- Regensburg
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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