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Schloss Tinz
Schloss in Gera, Thüringen
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Das Schloss Tinz steht im Geraer Stadtteil Tinz und wurde im Barockstil zwischen 1745 und 1748 erbaut. Es entstand an der Stelle einer mittelalterlichen Wasserburg oder eines Herrenhauses. Der Erbauer, Graf Heinrich XXV. Reuß-Gera, starb vor Fertigstellung, und sein Sohn setzte die Planung fort. Das Schloss diente als Sommerresidenz und Witwensitz, bis es nach 1829 militärisch genutzt wurde. Das Schloss war während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und des Ersten Weltkrieges als Gefangenenlager und Lazarett in Gebrauch. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es der SED übergeben und bis 1996 als Provisorium des Landgerichts genutzt. Seit 2013 dient es der Duale Hochschule Gera-Eisenach als Campus. Die Architektur ist barock und klassizistisch geprägt, mit einer dreigeschossigen, einflügeligen Anlage und dekorativen Fassaden. Im Schloss gibt es einen Vestibül, ein Treppenhaus, ein Erdgeschoss und ein Obergeschoss mit großzügigen Räumen. Der Festsaal, der dem Treppenhaus gegenüberliegt, war ursprünglich für Repräsentationen gedacht. Der Raum ist durch Stuckdecken und eine Galerie umgeben. Im zweiten Obergeschoss befanden sich die Wohnräume der Familie, und in der Mansarde standen Gästezimmer sowie Dienstzimmer. Die Fassaden zeigen Wappen und Inschriften, die auf die Geschichte des Schlosses hinweisen.
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- Art
- Schloss
- Ort
- Gera
- Erbaut
- 1745
- Baustil
- Barockarchitektur
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Thüringen
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