Palais Ferstel

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Palais Ferstel

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Das Palais Ferstel, ein neorenaissancezeitliches Bank- und Börsegebäude, steht an der Ecke Herrengasse und Freyung im ersten Wiener Gemeindebezirk. Der Architekt Heinrich Ferstel errichtete es zwischen 1856 und 1860 auf einem Grundstück, das zuvor dem Grafen Abensperg und Traun gehörte und von der Österreichischen Nationalbank erworben wurde. Ursprünglich als Sitz der Nationalbank, einer Börse, eines Kaffeehauses und eines Basars konzipiert, vereint es praktische und künstlerische Ansprüche. Der Bau überzeugt durch seine materialgerechte Gestaltung: Sockel und Stiegen aus Wöllersdorfer Stein, Fassadenteile aus Kaiserstein und Wandflächen aus St. Margarethener Kalksandstein. Zwölf Skulpturen von Hanns Gasser schmücken die Eckfront, während der Donaunixenbrunnen von Anton von Fernkorn im Durchgang zwischen Herrengasse und Freyung steht. Mit Kosten von fast zwei Millionen Gulden zählt es zu den letzten Monumentalbauten vor der Ringstraßenära. Heute beherbergt das Gebäude das Café Central und dient als Veranstaltungsort für Tagungen. Die Ladenpassage verbindet die Herrengasse mit der Freyung und macht das Palais zu einem Durchhaus. Nach Kriegsbeschädigungen und Sanierungen in den 1970er Jahren erstrahlt es wieder in seiner ursprünglichen Pracht und verbindet historische Architektur mit moderner Nutzung.

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