Wandesburg
nicht erhaltene Burg in Hamburg-Wandsbek
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Das Wandsbeker Schloss war ein spätbarockes Herrenhaus im heutigen Hamburger Stadtteil Marienthal. Es wurde 1772–78 auf den Resten der älteren Wandesburg erbaut und 1861 abgerissen. Die Wandesburg wurde 1564 von Heinrich Rantzau erworben und als dreiflügelige Wasserburg errichtet. Das Gut war bis 1861 in verschiedenen Besitzwechseln, darunter bei den Grafen von Pentz, dem Kaufmann Albert Baltser Berns und den Schimmelmanns, verweilt. Das Schloss war ein Zentrum der Kultur und Gesellschaft, zu dem Dichter wie Matthias Claudius und Friedrich Gottlieb Klopstock kamen. Es gehörte zu den berühmtesten Anlagen der Region und hatte einen Schlossgarten, der von Carl Gottlob Horn gestaltet wurde. Nach dem Tod von Heinrich Carl von Schimmelmann 1782 verfiel das Gut, und 1861 wurde das Schloss abgerissen. Der Schlosspark wurde später in ein Villenviertel umgewandelt, wobei Teile des Gehölzes als öffentliche Grünanlage erhalten blieben. Heute gibt es keine sichtbaren Spuren der Wandesburg oder des Schlosses. Lediglich Straßennamen und einige Architekturfragmente erinnern an die Geschichte. Dazu gehören Wappenschilder, Löwenplastiken und Sandsteinvasen, die seit 1943 unter Denkmalschutz stehen. Ein unterirdischer Baurest der alten Wandesburg wurde 2009 als Bodendenkmal eingetragen.
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- Art
- Burg
- Ort
- Wandsbek
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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