Steinkammer im Adamshai
Großsteingrab in Deutschland
Die Steinkammer im Adamshai ist eine neolithische Grabanlage im Waldgebiet Erkerode im Reitlingstal. Sie liegt etwa 600 Meter südwestlich der Brunkelburg und befindet sich in einem flachen Erdhügel von 30 Metern Länge. Die Anlage besteht aus elf Tragsteinen aus Kalksteinplatten, von denen einige in situ stehen. Die südwestliche Langseite zeigt verkippte Steine, und eine Lücke könnte den ehemaligen Zugang oder einen fehlenden Tragstein darstellen. Decksteine und Steine der Hügeleinfassung sind nicht erhalten. Die Kammer wurde im 19. Jahrhundert mit der Sprockhoff-Nr. 814 planlos ausgegraben. Dabei wurden elf Skelette, Feuersteingeräte und Keramik gefunden. Die kulturelle Zuordnung ist unklar, da sie sowohl der Trichterbecherkultur (TBK) als auch der Wartbergkultur zugeordnet werden könnte. Die Region ist ein Übergangsbereich zwischen der Altmärkischen Tiefstichkeramik und den TBK-Gruppen. Die Anlage wird sowohl als Steinkiste als auch als Teil der nordischen Megalitharchitektur betrachtet. Die Steinkammer ist Teil eines flachen Erdhügels und liegt in der Nähe eines weiteren Hügels, der möglicherweise ein zweites Grab beinhaltet. Die Anlage ist von der Natur überwachsen und teilweise zerstört, aber die verbliebenen Steine und die Ausgrabungsspuren ermöglichen einen Einblick in die neolithische Architektur. Die Umgebung umfasst Waldgebiet und das Reitlingstal.
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- Art
- Archäologische Stätte, Großsteingrab
- Ort
- Erkerode
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