Pulverturm
nicht erhaltener Turm der mittelalterlichen Berliner Stadtmauer
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Der Pulverturm war ein Teil der mittelalterlichen Berliner Stadtmauer und einer der beiden Türme, die ursprünglich zur Lagerung von Schießpulver und Munition dienten. Er stand an der Einmündung der Spandauer in die Wallstraße, heute Anna-Louisa-Karsch-Straße. Der zweite Turm befand sich an der Ecke der Kloster- und Wallstraße. Die Türme blieben bis 1717 bestehen, bis die Königliche Pulverfabrik in die Jungfernheide verlegt wurde. Die Explosion des Pulverturms am 12. August 1720 war eine der schlimmsten Katastrophen Berlins. König Friedrich Wilhelm I. beaufsichtigte die Ausräumung des Schießpulvers selbst, da die Gefahr einer Explosion groß war. Die Explosion zerstörte die Garnisonkirche und viele Fensterscheiben im Königspalast und Zeughaus. Die Garnisonkirche wurde abgerissen und 1722 neu gebaut, während das Spandauer Tor wiederhergestellt wurde. Der Pulverturm war Teil der alten Festungsanlage, die 1660–1662 durch den Festungsbau verlegt und monumentaler gestaltet wurde. Nach dem Verlegen der Pulverfabrik und der Explosion blieb nur die Stelle des Turms übrig. Die Ereignisse um den Pulverturm sind in historischen Quellen wie der „Geschichte der Stadt Berlin“ von Oskar Schwebel sowie in verschiedenen Publikationen und Webseiten dokumentiert.
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- Art
- Turm
- Ort
- Berlin
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