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Looshaus
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Das Looshaus am Michaelerplatz 3 in der Wiener Innenstadt ist ein Schlüsselbau der Moderne und Hauptwerk von Adolf Loos. Es steht direkt gegenüber dem Michaelertrakt der Hofburg und markiert den Bruch mit historistischen und floralen Stilen seiner Zeit. Der Bau entstand 1909 bis 1912 als Wohn- und Geschäftshaus für das Nobelgeschäft Goldman & Salatsch und löste einen Skandal aus, weil seine schmucklose Fassade als „unanständig“ galt. Erst nachträglich wurden Blumenkästen angebracht, um den Protest zu mildern. Das Haus überstand Bombentreffer 1944 und wurde 1947 unter Denkmalschutz gestellt. Nach einer umfassenden Renovierung in den 1980er Jahren durch Burkhardt Rukschcio beherbergt es heute Büros und eine Rolex-Boutique. Im Inneren beeindruckt die Kombination aus Marmorverkleidung im Sockelbereich und schlichter Putzfassade darüber. Die Loggia mit toskanischen Säulen spielt auf den nahen Portikus der Michaelerkirche an. Die oberen Stockwerke zeigen profilierte Kupferblumenkästen, die an den Erzherzogshut erinnern sollen. Das Gebäude bleibt ein städtebaulicher Bezugspunkt zwischen Hofburg und Michaelerplatz.
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