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Benediktinerabtei Lorch
ehemalige Benediktinerabtei in Lorch, Baden-Württemberg
Das Kloster Lorch ist eine ehemalige Benediktinerabtei in der Gemeinde Lorch im Landkreis Calw, Baden-Württemberg. Es wurde im 12. Jahrhundert von Herzog Friedrich I. der Staufer gestiftet und war das Hauskloster der Stauferfamilie. Die Abtei war dem Papst unterstellt und besaß umfangreiche Güter, darunter das staufische Hausgut in Lorch und Fernbesitz in verschiedenen Regionen. Sie diente auch als Grablege der Staufer bis 1208. Die Abtei war bis ins 14. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum, das durch religiöse Reformen und wirtschaftliche Aktivitäten wie den Weinbau gestärkt wurde. Im 15. Jahrhundert begann eine Krise, die durch Kriege, wirtschaftliche Schwierigkeiten und die Reformation verschärft wurde. Die Mönche wurden 1534 durch die Reformation vertrieben, und das Kloster wurde 1556 aufgelöst. Die ehemalige Klosterkirche wurde später als Staufer-Gedenkstätte und Veranstaltungsort für nationalsozialistische Feiern genutzt. Die Klosterkirche ist eine romanische Pfeilerbasilika mit Querhaus und Vierung. Sie besitzt einen südlichen Turm, der 1881 restauriert wurde, sowie einen gotischen Chor, der 1462 eingebaut wurde. Die Grabkapellen der Adelsfamilien Woellwarth und Schechingen wurden im 19. Jahrhundert entfernt. In der Kirche sind Replikate der Lorcher Chorbücher ausgestellt, die 1511/12 entstanden. Das spätgotische Staufergrabmal, das 1475 geschaffen wurde, ist eines der wichtigsten Kunstwerke der Abtei.
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- Art
- Kloster
- Ort
- Lorch
- Erbaut
- 1102
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