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St. Martinus (Borschemich)
Kirchengebäude in Borschemich
Die ehemalige Filialkirche St. Martinus stand im Ortsteil Borschemich von Erkelenz. Sie wurde im Jahr 1906–1907 nach Plänen des Kölner Baumeisters Heinrich Renard errichtet und 1907 eingeweiht. Die Kirche stand auf dem heutigen Friedhof und wurde 1920 abgebrochen, nachdem eine neue Kirche gebaut wurde. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude Schäden, die 1950 repariert wurden. 1982 folgte eine umfassende Renovierung. Die Kirche wurde am 23. November 2014 profaniert und am 15. Februar 2016 abgerissen, da Borschemich dem Tagebau Garzweiler weichen musste. An ihrem ehemaligen Standort entstand eine Martinus-Kapelle mit Gemeindezentrum. Die alte Pfarrkirche hatte einen dreigeschossigen Turm, 35 m hoch, und war einschiffig mit spitzbogigem Kreuzgratgewölbe. Sie besaß 150 Sitz- und 100 Stehplätze. Die Glocken, Turmuhren und das Turmkreuz wurden in die neue Kapelle übernommen. In der Kirche gab es einen Hochaltar mit sechs Altarbildern, eine Kommunionbank aus Holz, ein Tischaltar aus Oregon-Pinie, ein Verkündigungspult, Priester- und Messdienerbänke sowie eine Holzstatue des Pfarrpatrons St. Martinus. Zudem befanden sich Glasmalereien an der rechten hinteren Seitenwand und eine Weihnachtskrippe aus dem Jahr 1962. Die Orgel, gebaut von Johannes Klais 1911, wurde 1988 generalüberholt und in die neue Pfarrkirche St. Lambertus Erkelenz verlegt.
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- Art
- Kirchengebäude
- Ort
- Erkelenz
- Erbaut
- 1907
- Baustil
- Neogotik
- Architekt
- Heinrich Renard
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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