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Schloss Lichtenberg
abgegangene Burganlage am Lech im Landkreis Landsberg am Lech in Oberbayern
Schloss Lichtenberg war eine Burganlage am Lech im Landkreis Landsberg am Lech in Oberbayern. Die Anlage lag südlich von Scheuring am rechten Hochufer des Flusses, nördlich des Zollhauses an der Lechstaustufe 19 – Schwabstadl. In der Nähe befand sich die Burg Haltenberg, und die Brücke über den Lech war ein früherer Standort der Burg. Die Anlage war im 13. Jahrhundert Sitz einer Adelsfamilie, deren Mannesstamm 1314 erlosch. Das Schloss wurde 1354 an Konrad von Freiberg verkauft und später mehrfach zwischen Herzögen und Pflegern verändert. Das Schloss war bis ins 17. Jahrhundert ein bedeutender Besitz der bayerischen Herzöge. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es 1648 von schwedischen Truppen zerstört. 1698 ließ Kurfürst Maximilian II. Emanuel das Schloss als dreistöckiges Lustschloss neu bauen, das für Jagd und gesellschaftliche Anlässe genutzt wurde. Es war für die Beizjagd auf Reiher mit Falken gedacht und diente als Hauptquartier im Spanischen Erbfolgekrieg. Nach dem Tod des Herzogs Maximilian III. Joseph begann der Verfall, und das Schloss wurde 1806 abgerissen. Heute sind nur noch Reste der Grundmauern und ein Jagdhäuschen im Schlosspark erhalten. Die Anlage war ein Teil der Hofmark Lichtenberg, die bis 1700 von Herzögen verwaltet wurde. Die Burganlage war im 15. Jahrhundert mehrfach in Kriege verwickelt und wurde im 16. Jahrhundert von Herzog Wolfgang von Bayern als Racheaktion genutzt. Die Geschichte des Schlosses ist eng mit der Region um Scheuring und den Lech verbunden.
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- Art
- Burg, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk
- Ort
- Scheuring
V bližini
- Bodendenkmal in Scheuring, #D-1-7831-004722 m
- Ehemaliger Bauhof der Burg1.6 km
- Scheuring2.3 km
- Klosterlechfeld3.6 km
- Weil4.9 km
- Prittriching6.1 km
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