Velehrad
Velehrad liegt in Mähren, rund sechs Kilometer nordwestlich von Uherské Hradiště im Zlínský kraj, und zählt etwa 1.130 Einwohner. Der Ort wird traditionell mit Veligrad in Verbindung gebracht, dem angenommenen Hauptzentrum Großmährens; der Name selbst taucht erstmals in einer Urkunde von 1131 oder 1141 auf. Damit gilt Velehrad als geistiger Bezugspunkt des kyrillo-methodianischen Erbes. Das Zisterzienserkloster wurde 1205 gegründet und war das erste seines Ordens in Mähren. 1421 beschädigten es die Hussitenkriege, im Dreißigjährigen Krieg litt es erneut; nach dem verheerenden Brand von 1681 wurde die gesamte Anlage barockisiert. Die Basilika Mariä Himmelfahrt und der heiligen Kyrill und Method erhielt 1927 den Rang einer Basilica minor und gilt als bedeutendste Wallfahrtskirche Tschechiens. 1985 verlieh ihr Papst Johannes Paul II. die Goldene Rose. 1950 wurde das Kloster vom Staat beschlagnahmt; 1990 kam es an die Jesuiten zurück, im selben Jahr besuchte der Papst den Ort. Bis heute ist Velehrad Ziel großer Wallfahrten, vor allem am 5. Juli zum Fest der Slawenapostel Kyrill und Method, wenn zehntausende Menschen zusammenkommen. Vor Ort sind die Basilika mit ihrer barocken Ausstattung und das Klostergeviert zu besichtigen; die Innenräume folgen den Zeiten des Gottesdienstes, und an den Wallfahrtstagen ist der Ort deutlich voller als sonst.
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