Frauengräber von Ilse
archäologische Stätte in Deutschland
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Die Frauengräber von Ilse liegen in Ilse, einem Ortsteil von Petershagen im Raum Ostwestfalen. Sie gehören zu einem Gräberfeld aus der Nienburger Kultur, das um 550 v. Chr. verbreitet war. Die Gräber wurden 1998 entdeckt und sind Teil der Mittelweserregion. Die Toten wurden unverbrannt in der Erde beigesetzt, wobei die Leichenschatten oder Knochenreste in einer Tiefe von 1,0–1,5 m lagen. Die Gräberfelder enthalten 24 freigelegte Gräber, von denen zwei möglicherweise Männergräber sind. Die übrigen enthalten 12 erwachsene Frauen und ein junges Mädchen. Die Frauen wurden nach ihrer Tracht benannt, darunter Alina, Christa, Claudia, Daniela, Diana, Frieda, Hanna, Laura, Martina, Ophelia, Regina, Sarah und Wilhelmina. Sie trugen Schleifenringe, Bronzeringe, Nadeln und andere Schmuckstücke, die oft mit der oberrheinischen Kultur verbunden sind. Die Frauen von Ilse wurden nach oberrheinischer Art bestattet und trugen ihre Tracht, was auf eine Einwanderung hinweist. Die Strontium-Isotopenanalyse zeigte, dass zwei Frauen in der Region aufgewachsen sind, während drei aus anderen Gebieten kamen. Die Gräber enthalten auch Gefäße und Nadeln, die auf eine kulturelle Wechselwirkung mit der oberrheinischen Region hindeuten. Die genaue Lage der Siedlung und die Männergräber bleiben ungeklärt.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Petershagen
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