Lagerhaus G

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Bezirk Hamburg

Lagerhaus G

Lagerhaus in Hamburg, war zeitweise Konzentrationslager

Das Lagerhaus G ist ein historisches Bodenspeicher-Gebäude aus dem Jahr 1903–1907, das am Dessauer Ufer im Hamburger Stadtteil Kleiner Grasbrook steht. Es gehört zum Binnenschiffhafen Saalehafen und war ursprünglich für den Lagerraum von Kaffee, Tee, Zucker und Tabak gedacht. Das Gebäude wurde gemeinsam mit dem Lagerhaus F errichtet und ist in acht Sektionen unterteilt. Es ist das einzige der beiden Lagerhäuser, das im ursprünglichen Zustand erhalten blieb. Das Lagerhaus G war während des Zweiten Weltkriegs als KZ-Außenlager des KZ Neuengamme genutzt und beherbergte Zwangsarbeiter sowie Häftlinge aus verschiedenen Ländern. Bis zu 1500 jüdische Frauen aus Ungarn und Tschechien sowie 2000 männliche Häftlinge wurden dort untergebracht. Nach Bombenangriffen und Reparaturarbeiten wurde das Gebäude erneut genutzt, bis es am 14. April 1945 geräumt wurde. Heute dient es als Warenumschlagplatz und beherbergt Gedenktafeln und Stolpersteine für die Opfer des Nationalsozialismus. Im Außenbereich des Lagerhauses sind Gedenktafeln und Stolpersteine angebracht, die die Geschichte der Zwangsarbeiter und Häftlinge erinnern. Die Initiative Dessauer Ufer setzt sich für eine Gedenkstätte im Hafen ein, und seit 2021 gibt es eine Ausstellung sowie Dokumentationen über die Geschichte des Gebäudes. Die niederländische Eigentümergesellschaft plant zudem ein Erinnerungskonzept. Die Skulptur vor dem Gebäude, die 2021 aufgestellt wurde, löste umstrittene Diskussionen aus und wurde bislang nicht entfernt.

Odpiralni čas in cene vstopnic se spreminjajo glede na sezono, zato niso del tega besedila. Aktualni podatki pri upravljavcu

Art
NS-Konzentrationslager, Speicher, Konzentrationslager
Ort
Hamburg
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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