Tumulus de Colombiers-sur-Seulles
Der Tumulus von Colombiers-sur-Seulles ist ein jungsteinzeitliches Grabmonument im Bessin, wenige Kilometer hinter der Küste. Er misst 60 Meter in der Länge – ein langgestreckter Erd- und Steinhügel, wie er für die frühen Grabanlagen an der französischen Atlantikseite kennzeichnend ist. Errichtet wurde er im Neolithikum, der Zeit der ersten Ackerbauern. Das ist die eigentliche Aussage des Ortes: Er stammt aus der Epoche, in der die Menschen in dieser Landschaft sesshaft wurden, Felder anlegten und begannen, ihre Toten in dauerhaften, weithin sichtbaren Bauten zu bestatten. Solche Monumente entstanden Jahrtausende vor allem, was die Normandie sonst an Baugeschichte zu bieten hat – lange vor den Römern, lange vor den normannischen Herzögen. Der Tumulus liegt frei im Gelände an der D176 zwischen Colombiers-sur-Seulles und Reviers, unweit von Creully. Er ist ohne Gebäude und ohne Aufsicht zugänglich; der Aufenthalt dauert entsprechend kurz. Wer sich für die Vorgeschichte der Region interessiert, findet in wenigen Kilometern Entfernung weitere Zeugnisse, und das Musée d'Art et d'Histoire in Bayeux zeigt Funde aus den Grabungen im gesamten Bessin. Für den Besuch selbst gilt, was für Bodendenkmäler in offener Landschaft üblich ist: Er lohnt bei klarer Sicht, wenn sich die Form des Hügels vom umgebenden Ackerland abhebt.
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