Los Cahorros de Monachil
Los Cahorros ist ein Engtal des Río Monachil bei der gleichnamigen Gemeinde, rund elf Kilometer von Granada entfernt am Rand der Sierra Nevada. Ein «Cahorro» ist in Andalusien ein schmaler Durchgang zwischen senkrechten Wänden, ein tiefer Einschnitt oder eine enge Klamm, die ein Fluss aus dem Fels gearbeitet hat. Von einem Canyon unterscheidet sich ein Cahorro vor allem durch die geringere Grösse: enger, kürzer, aber mit denselben steilen Wänden. Solche Formen sind im Südosten Andalusiens wegen des schroffen Reliefs der Penibetischen Kordillere häufig; gebräuchlich ist der Begriff in den Provinzen Granada und Málaga, in Almería und Jaén sagt man «canjorro». Die Cahorros des Río Monachil gelten als das bekannteste Beispiel und sind bei Wanderern entsprechend gefragt. Der Río Monachil entspringt am Pico del Veleta auf 2640 Metern und legt rund 25 Kilometer zurück, ehe er am Rand von Granada in den Genil mündet; bei Monachil nimmt er den sechs Kilometer langen Arroyo de Huenes auf. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von 740 Metern in der Vega bis zum 3394 Meter hohen Veleta und liegt zum grössten Teil im Nationalpark und Naturpark Sierra Nevada. Zu Monachil gehört auch Pradollano, die höchstgelegene Ortschaft Spaniens. Über dem Fluss erhebt sich der Cerro de la Encina, ein befestigter Siedlungsplatz der El-Argar-Kultur aus der Zeit um 1800 v. Chr. und einer der wichtigsten Fundplätze dieser Kultur in der Provinz.
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