Štrbské pleso (Vysoké Tatry)

Štrbské pleso, deutsch Tschirmer See, ist ein Gletschersee in der Hohen Tatra auf 1'346 Metern Höhe. Seinen Namen gab ihm die Gemeinde Štrba; umgekehrt heisst der später entstandene Wintersport- und Kurort am Ufer ebenfalls Štrbské Pleso. Entstanden ist der See durch das Abschmelzen eines nicht mehr vorhandenen Gletschers. Er misst 19,76 Hektar, fasst 1,3 Millionen Kubikmeter Wasser, ist bis zu zwanzig Meter tief, 640 Meter lang und 600 Meter breit. Im Mittel liegt er 155 Tage im Jahr unter Eis und hat weder oberirdischen Zu- noch Abfluss; sein westlicher Teil liegt auf der europäischen Wasserscheide zwischen Ostsee und Schwarzem Meer. Erstmals erwähnt wurde der See von David Fröhlich in seinem Werk „Bibliotheca seu Cynosura Peregrinantium“. Ursprünglich gehörte er der ungarischen Familie Szentiványi, ab 1901 dem ungarischen, später dem tschechoslowakischen Staat. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden Fische eingesetzt. Zur selben Zeit transportierte man das Wintereis wegen seiner Reinheit bis nach Berlin, Wien und Budapest. Am Südufer entstand 1875 auf Anregung des Ungarischen Karpathenvereins eine Touristenherberge, um die sich nach und nach Restaurants und Hotels gruppierten. 1885 wurde das Seebad zum Heilbad erklärt. 1906 kamen die beiden Hotels hinzu, die später als Hviezdoslav und Kriváň bekannt wurden und heute zum Grand Hotel Kempinski High Tatras gehören. Am Tschirmer See lebte Gustav Nedobrý, einer der Gründer des Bergsteigervereins JAMES.

Odpiralni čas in cene vstopnic se spreminjajo glede na sezono, zato niso del tega besedila.

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