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Foynes Flying Boat & Maritime Museum

Das Foynes Flying Boat & Maritime Museum steht in Foynes, einer Kleinstadt mit Hafen im County Limerick im Westen Irlands, am Rand des Hügellands am Südufer der Shannon-Mündung. Der Ort hatte bei der Volkszählung 2022 512 Einwohner. Seine Bedeutung verdankt er einem kurzen, aber aussergewöhnlichen Kapitel der Luftfahrtgeschichte: In den späten 1930er und frühen 1940er Jahren fehlte landgestützten Flugzeugen die Reichweite für Atlantikquerungen, und Foynes war der letzte Anlaufpunkt an der Ostseite des Ozeans. Weil hier Flugboote starteten und landeten, wurde Foynes im Zweiten Weltkrieg zu einem der grössten Zivilflughäfen Europas. Charles Lindbergh unternahm 1933 Erkundungsflüge für den Betrieb mit Flugbooten, 1935 begann der Bau eines Terminals. Die ersten Erprobungsflüge über den Atlantik fanden am 5. Juli 1937 statt: eine Sikorsky S-42 der Pan Am von Botwood in Neufundland und eine Short Empire der BOAC von Foynes aus, die zwölf beziehungsweise gut fünfzehn Stunden unterwegs waren. Mit der Eröffnung des Flughafens Shannon 1942 auf dem flachen Moorland am Nordufer der Mündung nahm die Bedeutung der Flugboote rasch ab. Foynes selbst blieb Hafen und ist heute Standort eines Tiefwasserhafens, der von der Shannon Foynes Port Company betrieben wird und mit über zehn Millionen Tonnen Fracht im Jahr die zweitgrösste Hafenanlage Irlands ist. Vermessen wurde der Hafen erstmals 1837. Die Bahnlinie von Limerick über Patrickswell und Raheen wird derzeit wieder aufgebaut.

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