Bergbaumuseum Graubünden Schmelzboden Davos
Das Bergbaumuseum Graubünden ist im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Bergwerks Silberberg untergebracht, das im Landwassertal bei Davos Monstein liegt. Der Silberberg ist ein bewaldeter Hang des Büelenhorns, der nach Südwesten in die Zügenschlucht abfällt; im Westen begrenzt ihn der Tällibach, im Osten der Monsteinerbach. Teile des Grubengebäudes hält der Bergbauverein Silberberg Davos instand, sie lassen sich als Schaubergwerk begehen. In zwei Abbauperioden wurden hier rund 1000 Tonnen Blei und Zink gewonnen. Der etwa 1,5 Kilometer lange Lagergang aus Trochitendolomit der Trias führt Zinkblende, Bleiglanz, Jamesonit und Pyrit. Der Name drückt eine Hoffnung aus, die sich nicht erfüllte: Der Silbergehalt des Erzes lag bei nur 0,2 Promille und war nicht wirtschaftlich zu gewinnen. Die erste Periode reicht bis ans Ende des 15. Jahrhunderts zurück; 1473 befreite Herzog Siegmund einen Davoser von den Abgaben für den Erzabbau. Ende des 16. Jahrhunderts zählte der Bergrichter 93 Gruben, davon 39 in der Landschaft Davos. 1649 kam der Abbau zum Erliegen. Begonnen hatte er im Tagebau an der Grossen Tagebauspalte und setzte sich ab etwa 20 Metern Tiefe in der Maximiliangrube fort, einem sehr steilen, 100 Meter langen Schrägschacht; das Erz brachten Säumer nach Hall in Tirol. Die zweite Periode von 1806 bis 1848 begann, nachdem zwei Jäger auf Erz gestossen waren und 1805 eine Davoser Gewerkschaft gegründet worden war. Der Betrieb wurde nach sächsischem Vorbild eingerichtet, der 180 Meter lange Dalvazzerstollen aufgefahren, am Mundloch entstanden ein Pochwerk und ein Knappenhaus.
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