Carreiros do Monte

Die Korbschlitten von Monte, portugiesisch Carros de cesto do Monte, sind ein Transportmittel vom Bergort Monte hinunter nach Funchal, der Hauptstadt Madeiras. Auf zwei Kufen sitzt ein Weidenkorb mit Plätzen für zwei Personen, den zwei Lenker talwärts steuern. Entstanden sein sollen sie Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Not heraus, um einen Kranken aus dem auf 500 Metern gelegenen Ort zum Arzt nach Funchal zu bringen; erste schriftliche Zeugnisse stammen aus der Zeit um 1849/50. Die Einwohner von Monte nutzten die Schlitten danach weiter, um rasch nach Funchal zu gelangen; sie gelten als frühes öffentliches Verkehrsmittel der Insel. Seit dem späten 19. Jahrhundert sind sie eine Attraktion für Reisende. Monte war zunächst Rückzugsort wohlhabender Familien und Kurort des europäischen Adels, später touristisches Ziel mit der Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte und einem botanischen Garten. Die Fahrt beginnt an der Bergstation kurz unterhalb der Kirche. Über zwei Kilometer geht es auf einer asphaltierten Strasse hinunter, streckenweise parallel zur Trasse der früheren Zahnradbahn Caminho de Ferro do Monte, bis zur Talstation in Livramento am oberen Stadtrand von Funchal; die Abfahrt dauert etwa zehn Minuten. Die Schlitten haben weder Lenkung noch Bremse. Gesteuert werden sie von den Carreiros, traditionell weiss gekleidet und mit Strohhut, die mit gummibesohlten Stiefeln lenken und bremsen. Früher trugen sie die Schlitten auf dem Rücken wieder hinauf, heute übernimmt das ein Kleinlaster. Gebaut werden die Körbe von ortsansässigen Handwerkern in althergebrachter Handarbeit.

Odpiralni čas in cene vstopnic se spreminjajo glede na sezono, zato niso del tega besedila.

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