Palazzina di Caccia di Stupinigi
Die Palazzina di Caccia di Stupinigi steht rund zehn Kilometer südwestlich von Turin im Gemeindegebiet von Nichelino, am Rand der Ebene, die den Savoyern als Jagdrevier diente. Herzog Viktor Amadeus II. gab den Bau in Auftrag; der Barockarchitekt Filippo Juvarra legte 1729 die Pläne vor, bis 1734 stand das Werk im Wesentlichen. Seit 1997 gehört es zum UNESCO-Welterbe der Residenzen des Königshauses Savoyen. Der Grundriss ist die eigentliche Erfindung: Um einen großen, vieleckigen und kuppelüberwölbten Festsaal legen sich vier Flügel in Form eines Andreaskreuzes, sodass die Anlage von außen wie ein aufgespanntes Sternmuster wirkt. Die Kuppel des Salone ruht auf vier Pfeilern; über ihrer Spitze steht ein kupferner Hirsch – Verweis auf die Bestimmung des Hauses. Die Ausstattung der Räume wurde bis etwa 1760 vollendet und arbeitet mit Spiegeln, chinesischen Tapeten und illusionistischer Deckenmalerei, in der sich der Raum zum Himmel öffnet. Jagdszenen ziehen sich als Thema durch die Säle. Heute beherbergt das Schloss ein Museum zur savoyischen Wohnkultur und zur Möbelkunst des 18. Jahrhunderts mit Beständen aus mehreren königlichen Residenzen. Vor dem Bau liegen Buchsbaumparterres, dahinter ein Landschaftspark und die weiten Waldflächen des Parco naturale di Stupinigi.
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