Grosses Moos
Ehemaliger Sumpf in der Schweiz
Das Grosse Moos liegt im Kanton Bern und ist Teil des schweizerischen Seelands. Es befindet sich zwischen dem Murtensee, dem Broyekanal, dem Neuenburgersee und dem Bielersee. Die Region war während der Eiszeit Teil des nördlichen Arms des Rhonegletschers und wurde im 17. Jahrhundert von Sumpfungen geprägt. Heute ist es eine der grössten Ebenen der Schweiz und ein bedeutendes Gemüse-Anbaugebiet. Die Geschichte des Grossen Moos reicht bis in die Steinzeit zurück, wo Siedlungen aus der Zeit um 4000–1800 v. Chr. gefunden wurden. Römische und keltische Funde belegen die Besiedlung der Region. Während Jahrhunderten war das Gebiet ein Rückzugsgebiet für fahrendes Volk wie die Jenischen, die hier Weiden als Rohmaterial für ihre Arbeit nutzten. Albert Minder, ein jenischer Schriftsteller, verbrachte seine Jugendzeit teilweise im Grossen Moos. Im Gebiet des Grossen Moos befinden sich drei Strafanstalten, darunter Bellechasse, Witzwil und St. Johannsen. Die Anstalt Bellechasse, gegründet 1898, nahm bis 1970 Kriminelle, Minderjährige und Betroffene des fürsorgerischen Freiheitsentzugs auf. Die Anstalt St. Johannsen, eröffnet 1883, diente bis 1956 als Arbeitsanstalt für Trinker und Arbeitsscheue. Beide Anstalten haben heute noch Korbwaren im Angebot, die ursprünglich von den Jenischen hergestellt wurden.
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- Art
- Bruch
- Ort
- Kanton Bern
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