Putzwei
abgegangener ostfriesischer Häuptlingssitz im Stadtteil Sengwarden der niedersächsischen Stadt Wilhelmshaven
Die Burg Putzwei war ein spätmittelalterlicher oder frühneuzeitlicher Sitz eines ostfriesischen Häuptlings in der Herrlichkeit In- und Kniphausen. Sie liegt im heutigen Stadtteil Sengwarden von Wilhelmshaven und war Teil der ehemaligen Landesgemeinde Östringen. Die Burg stand am Rande eines flachen, runden Hügels, der heute als Gehöftwurt bekannt ist. Sie war ursprünglich von einer Befestigung umgeben, die aus einem doppelten Grabensystem mit einem mittigen Wall bestand. Die Burg Putzwei war ein bedeutender Sitz, der im 14. Jahrhundert durch den Richter Hillert Hedden dokumentiert wurde. Im 16. Jahrhundert gehörte der Besitzer Putzwei, Hillert Tiark Hillers, zu den reichsten Bewohnern des Kirchspiels Sengwarden. Spätestens 1850 wurde die Burg aufgegeben, wobei die Wurt wieder bebaut wurde. Die genaue Nutzung und die vollständige Geschichte der Burg sind nur spärlich bekannt. Im heutigen Garten des Gehöfts existieren noch Reste der alten Burg. Ein Steinsarkophag aus dem 12. Jahrhundert ist erhalten geblieben. Die Befestigung umfasste ein Areal von etwa 110 × 110 m mit einem inneren Graben, der nur noch teilweise vorhanden ist. Im Osten und Süden der Burg lagen weitere Parzellen, die möglicherweise als Friedhof dienten. Die Umgebung um die Burg ist flach und landwirtschaftlich genutzt.
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- Art
- Burg
- Ort
- Wilhelmshaven
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